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Press lounge - Publications - Fiese Fuhre - Düstere Sport-RS4 mit 530 PS

King Size-Felgen, King Size-Power - einfach brutal, was der finstere Sport-Audi von Jakob so alles drauf hat. Man muss sagen, dass der RS4 schon ab Werk ein Hammer ist. Zum Auslaufen der B5-Generation hatte die Quattro GmbH ein derart fettes Auto auf den Markt geworfen, dass es in dieser Form noch nicht gegeben hatte. Gegen die üppigen 380 Turbo-Pferde erschien plötzlich ein S4 vergleichsweise zurückhaltend motorisiert und die Konkurrenz konnte derartige Leistung höchstens in der nächsthöheren Klasse bieten (M5, 400 PS) - aber dann auch wieder nicht als Kombi.

Für Jakob, der zuvor bereits S3 und S4 gefahren ist, ist der heiße Avant der ultimative Sport-Audi: einerseits recht kompakt, dazu die coole und nützliche Kombi-Karosserie und natürlich der Biturbo-Bums - ein RS4 musste her! Vor drei Jahren kaufte er das hier gezeigte 01er Modell, in einem anderen Schwarz-Ton lackiert und mit Chip-Tuning. Unverzüglich orderte der Österreicher bei Rieger Felgen der Marke "extrafett plus Chrom". Übersetzt heißt das Schmidt "VN-Line", natürlich dreiteilig und in heftigst blinkender "DurChrom"-Ausführung. Die Nabendeckel ersetzte der 24-Jährige durch Eigenbau-Alukegel. Bei den Dimensionen ließ Jakob nichts anbrennen: so wie in der Küche des elterlichen Familien-Hotels die Portionen stimmen müssen, so wichtig sind die Felgenmaße im Radhaus. Satte 10 x 19 Zoll schon an der Vorderachse (effektive ET 17 mm) und nochmals breitere 10,5 x 19" hinten (ET 10) füllen die breiten RS4-Radhäuser perfekt aus - 265/30-19er Dunlop-Breit-schluffen inklusive. Damit die Optik stimmt und das Handling verschärft wird, dämpfen und federn Gewinde-Komponenten von H & R: "eine Sonderanfertigung, wie sie Sportec für den RS4 anbietet". Der tagsüber in Küche und Service aktive Österreicher rüstete auch dickere H & R-Sportstabis nach.

Der Body eines RS4 wird natürlich nicht mit Monster-Schürzen im Japan-Style "verunstaltet" - gerade die Werks-Schürzen zeichnen das Top-Modell aus und sind außerdem super anzuschaun. Die ideale Basis also für Feinschliff, etwa das Glätten der Kennzeichenvertiefung vorn oder das Entfernen der Nebelscheinwerfer: "so bekommt er besser Luft - der Gittersatz ist von Sportec". Dem schwarzen Mattig-Sportgrill gönnte Jakob eine silber schimmernde Umrahmung und am Heck wurde die Griffleiste samt Schloss zugeschweißt, wodurch das Kennzeichenfeld kleiner wirkt. Alle Cleaning-Arbeiten übernahm die Firma Johnny Felder (House of Colors), wobei ein dickes Dankeschön für Hilfe auch an Marko und Nino geht. Schließlich lackierte man den RS4 bei Felder komplett in "Ebony-Schwarz Perleffekt".

Wer im "Kings-Club" Mitglied ist, fährt normalerweise nicht lange Serienleistung. Nicht anders erging es Jakob: zwecks "King of the Road"-Power stellte er seinen schwarzen "Doppel-Lader" zu Competence Tuning-West. Dort wurde das 2,7-Liter V6-Biturbo-Aggregat komplett überarbeitet. Geänderte Kolben und Pleuel sorgen für mehr Hubraum, Sportec lieferte Renn-Turbolader und zwei spezielle Ladeluftkühler, Steuergerät und Ladedruck sind natürlich angepasst.

Im Innern der Fünfventil-Köpfe rotieren Nockenwellen von Schrick und als äußerliches Power-Anzeichen trägt die Maschine leuchtend blaue Samco-Schläuche. "528,5 PS haben wir am Prüfstand gemessen", berichtet Jakob, der zum Zeitpunkt des Fototermins 365 mm große Audi-Bremsscheiben (Option) mit Brembo-Faustsäfteln fuhr. Inwzischen hat er vorn auf wesentlich "bissigere" Zangen vom RS6 und die Scheiben des ganz neues RS4 (V8) umgerüstet. Schließlich ist "Power nothing without control".

Kontrollierten Halt geben beim Quattro-Davonstürmen Recaro-Ledersportsitze und das Auge wird von der schönen Carbonausstattung des RS4 verwöhnt. Apropos Auge: es sind auch vier Bildschirme an Bord (mit Audi-Navi sogar fünf). Am auffälligsten der große 10-Zöller, der zur Freude der "Hinterbänkler" quasi vom (Dach)Himmel fällt. Edel auch die Bestückung der Sonnenblenden mit je einem 5,6" Zenec-Screen. Und in der Alcantara-bezogenen Bodenplatte des Kofferraums ist ein weiterer 7-Zöller eingelassen, unweit des EmPhaser "SPL"-Woofers und des in Wagenfarbe lackierten Pocket-Bikes. Den Großteil des Kofferraumausbaus in GFK (Lederverkleidet) realisierte Kumpel Mario - hierfür nochmals Jakob's Dankeschön! Auch andere Kollegen vom "Kings-Club" halfen mit, Bernhard erledigte den kompletten "elektrischen" Einbau und die Komponenten stammen von ACR. Pläne? 20-Zöller natürlich - der "King Size"-Renner geht in die nächste Runde.

Quelle: Audi Tuning, Ausgabe 02/2006, S. 16ff