Press lounge - Publications - ...gravierender Unterschied
Vergleicht man den Peugeot von Sven Erfurth mit seinem letzten Fahrzeug, so
kommt man zu dem Schluss, dass er wirklich einen großen Sprung gemacht
hat. Bei dem Vorgänger handelte es sich nämlich um einen waschechten
Trabbi und zwischen diesen beiden Autos ist nicht nur ein ...gravierender Unterschied.
Allein was die Leistung und den Platz angeht, liegen Welten
zwischen diesen Beiden. Dass Sven nun von einem Trabbi aufgestiegen
ist, heißt aber nicht, dass er sich so ohne weiteres
mit seinem neuen Gefährt zufrieden gab. Ganz im Gegenteil.
Er fand noch einiges was es zu verbessern gab. Dabei sollten
wir mal darüber nachdenken, wie angesichts dieses 205ers
wohl sein Trabant ausgesehen haben mag. Aber wir wollen hier
nicht in Errinnerungen schwelgen, sondern uns voll und ganz
auf den Grünen konzentrieren.
Dem verpasste der 23jährige trotz einer Serienleistung
von 120 PS gleich noch eine Steigerung, die immerhin 20 Pferdchen
beträgt. Wie er das schaffte? Eigentlich ganz einfach,
denn er tauschte lediglich die Serien-Nockenwelle gegen eine
schärfere aus. Das reichte bei dem 19er Triebwerk bereits
aus. Der Peugeot sollte seine Kraft nun auch nach außen
tragen, und so begann Sven mit einer Tieferlegung am Auftritt
des Löwen zu feilen. Mit einem H&R-Gewindefahrwerk
kam der 205er um satte 80/50 mm nach unten, wobei locker eine
Tieferlegung von 120 mm möglich wäre, wenn, ja wenn
da nicht noch Felgen wären. Diese 7,5 und 9 x 16 Zoll
großen Schmidt-Revolution waren bei den 8 cm schon schwer
genug unter die Kotflügel zu bekommen.
Vor allem, da sie zusätzlich noch mit 2,5 cm Spurverbreiterungen
nach außen gerückt wurden. Da reichte das Blech
des Peugeot natürlich nicht mehr aus. Deswegen griff
Sven auf die Radläufe eines Honda Civic zurück und
schweisste diese ein. Das ersparte ihm wenigstens das Bördeln
der Kanten, da vorne nun 7 und hinten 12 cm mehr Blech an
jeder Seite vorhanden waren. Von diesem Spender stammt im
Übrigen auch das Dach, welches ebenfalls von Sven eingeschweisst
wurde. Wo er den Brenner schon mal in Benutzung hatte, kamen
ihm auch gleich noch ein paar andere Ideen, die er promt umsetzte.
Dazu gehört, dass er neben der Heckklappe beide Türen
cleante und die Haube in Blechweit über die Scheinwerfer
zog.
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| Tierfergelegt und richtig satt auf
der Straße - Supi! |
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Oberflächlich betrachtet war es das auch schon fast,
wären da nicht die Seitenschweller von Musketier, die
PSA Fronspoilerlippe und die getönten Scheiben. Damit
waren die groben Arbeiten nun aber wirklich abgeschlossen.
Die Montage des Restes gestaltete sich dagegen schon fast
harmlos, denn wer schon mal Leuchten gewechselt hat, weiß
wovon ich rede. Sven tauschte an seinem 205er nämlich
auch diese aus. Bei den neuen Rücklichtern handelt es
sich im Gegensatz zu den Originalen, um rot-/ weiße
Versionen. Auch das Wechseln der Auspuffanlage gehört
nicht gerade zu den schwersten Aufgaben. Da der 23jährige
aber nicht nur den Endschalldämpfer gegen eine Sportvariante
von Mohr austauschte, sondern anstelle des Mittelschalldämpfers
ein durchgehendes Gruppe-N-Rohr setzte, erhöhte das den
Schwierigkeitsgrad schon ein wenig. Ein Trabbi sieht dagegen
nun wirklich etwas albern aus. Aber nicht nur die Optik, sondern
auch der Komfort sollte ein paar Klassen besser werden als
in dem alten Gefährt. Da reichen Sven bereits die Seriensitze,
die zwar wie die Seitenverkleidungen neu gesattelt wurden,
sonst aber in Verbindung mit Sabelt Gurten genügend Flair
besitzen. Den Rest des Innenraums passte Sven dann an dieses
Gefühl an.
Neben einem 30er MomoSportlenkrad, einem AirbrushTacho, einem
Alu-Schalt-knauf, sowie einem Wiechers Käfig und Dom-
und Querlenkerstrebe, fand auch noch eine umfangreiche Hifi-Anlage
ihren Weg in den Peugeot. Verstärker, Lautsprecher und
Subwooferkiste spreche wirklich eine deutliche Sprache. Das
kann man aber getrost von dem ganzen Fahrzeug sagen.
Damit Sven auch noch möglichst lange etwas davon hat,
verstärkte er gleich die Bremsen mit. Nun drehen sich
vorne geschlitzte Scheiben. Wenn das keine großen Unterschiede
sind dann weiß ich auch nicht. Die viele Arbeit und
der Schweiß haben sich auf jeden Fall gelohnt. Da liegen
wirklich Welten zwischen.
Quelle: Autotechnik & Tuning Scene, Ausgabe 09/2001, Seite 20ff