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Press lounge - Publications - Traveller Check

Er muss es wohl sein, der "Best of the Best" unter den Nissan Primera P11 Traveller. Wenn auch nicht mit Airride-Fahrwerk und ultimativem HiFi-Ausbau, so erregt Tino Zorno trotzdem mit seinem Japaner kontinuierlich Aufsehen. Der 25-jährige Tuning-Fan hatte sich vor einiger Zeit der Bundeswehr als Zeitsoldat zur Verfügung gestellt. Mit dem Sold hat er zwar ein sicheres Einkommen, konnte aber seiner Tuning-Leidenschaft aus zeitlichen Gründen nicht nachkommen. Erst ein Gespräch mit Sebastian Bader verhalf ihm zu seinen Traum.

Im Frühjahr 2006 erreichte das 2000er-Modell den Check-Kontrollpunkt, die Lackiererei Bader in Frankfurt/Oder. Hier wurden sämtliche Umbauten erledigt. Ein Aufweiten der Karosserie schien für "The Men of Color" sinnlos, so ging es zunächst ins Ersatzteillager nach Wolfsburg. "Vier Kotflügel vom Golf IV bitteschön!" Wieder zurück, verhalf ein Trennschleifer dazu, die großzügig geformten VW-Radläufe für den Nissan auszuschneiden. Mühselig folgten Schweiß- und Zinnarbeiten. Um einen sauberen, nahtlosen Übergang zu den Schürzen zu erzielen, zauberte Basti aus GFK die passenden Ansätze. Parallel dazu fertigte man aus Blech eine Motorhaubenverlängerung an, die sich über die Xenon-Scheinwerfer und Blinker schlängelt. Selbstverständlich verschwanden die Embleme. So ist das P11-Modell im Rückspiegel kaum als Nissan wiederzuerkennen.

Mit vollstem Vertrauen erteilte Tino den Farbauftrag im Samurai-Style. Oben erhielt der Wagen ein Schwarz-Metallic von Porsche, unterhalb - abgesetzt mit einer Designlackierung - das neueste Mitsubishi EVO Gelb. Und dann war es für Streetgrafix an der Zeit, die Samurai-Kämpfer zu brushen.

Die helle Lederlandschaft in der ersten Sitzreihe und auch im Fond gehört zur Serienausstattung des Nissan Primera. Lenkrad und Mittelkonsole aus Holz zieren diese elegant. Neben Chrom-Türgriffen und einem CD-Radio blieb der Innenraum vorerst unangetastet, für den kommenden Winter hat sich Tino jedoch noch einiges vorgenommen. Deswegen: AUTOTUNING bleibt an Tino und seinem Traveller dran!

Richtig fett schmiegt sich das Walzwerk ins Radhaus. Der Karosserieumbau war schließlich mit den Golf-IV-Radläufen nicht umsonst so aufwendig gestaltet. Tino musste lange überlegen, ob er sich nun trendige US-Chromräder oder klassisches Edelmetall unter die Kotis schraubt. Die Wahl fiel auf klassische Schmidt VN-Line, deren Innensterne Sebastian nachträglich noch schwarz lackierte. Die Dimensionen lauten vorn 9x18 Zoll ET20 mit 225er-Besohlung und hinten satte 10x18 Zoll ET3 mit 245er-Bereifung. Damit das neue Walzwerk auch optisch mit den breiteren Kotflügeln zusammenpasst, montierte man Stoßdämpfer und Federn von Cobra. Die Kombination verhalf dem Primera zu 50 und 30 Millimeter Tiefgang.

Quelle: Autotuning, Ausgabe 11/2006, S. 22ff