Press lounge - Publications - Probe Exemplar
Nach seinen zwei Escorts mit Standard-Tuning liebäugelte der heute 27-jährige
Automechaniker mit einem Modellwechsel. Daniel suchte eine neue Herausforderung
und einen Ford, den nicht jederfährt. Dafür kam für ihn nur ein Probe in Frage.
Im März 1998 schaltete er eine Annonce in einer Tageszeitung, mit der er nach
einem schwarzen Probe V6 suchte. Ein Autohaus meldete sich spontan und eine
Woche später war der Deal perfekt.
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| Fette Beute: Die mit Chrom eloxierten Schmidt VN Line
messen 8,5 x 18 Zoll vorn und 10 x 18 Zoll hinten. |
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Das 93er Modell blieb nach dem Kauf nicht lange im Serienzustand. Nach wenigen
Wochen begann Daniel mit dem Tönen der Scheiben und tauschte das Serien- gegen
ein härteverstellbares Koni-Fahrwerk mit nachgepressten H&R-Federn aus.
In den Weihnachtsferien 1998 formte Daniel sein Schmuckstück intensiv um.
Cleaning stand an, ebenso die Montage breiterer Räder. Sämtliche Logos,
Zierleisten, Waschdüsen, Heckwischer und Antenne verschwanden. Die Radläufe
wuchsen vorn um zwei Zentimeter und hinten um fünf Zentimeter pro Seite in
die Breite. Darunter fanden nun Schmidt VN-Line-Felgen in 8,5x18 mit 15- vorn
und 10x18 Zoll genügend Platz.
In dieser Ausstattung schlug sich der Probe bei den 99er Veranstaltungen
schon ganz gut. Nur Pokale waren so noch nicht zu holen. Daniel entwickelte
in der Saison eine Eigenbau-Auspuffanlage, verschraubte die Heckstoßstange
und glättete die Nummernschildaussparung. Im folgenden Winter versuchte er
einen größeren Sprung in Richtung Pokale.
Daniel hatte die 18-Zöller abmontiert und zum Chrom-Eloxieren gegeben.
Viele Stunden verbrachte man jedoch mit der neuen Frontschürze. Diese
wurde über viele Umwege in den USA bei Tuner Sinsei bestellt.
Die Schürze kostete mich einige Wochen Handarbeit. Denn in den USA
scheint es wohl keine Spaltmaße zu geben. Ich musste heftig nacharbeiten
und anpassen", so das Mitglied vom Ford Team Delitzsch. So umgebaut holte
Daniel 2002 die ersten Trophäen.
Doch dem nicht genug, der Probe sollte zur aktuellen Saison richtig abräumen.
Dafür pflanzte Daniel in die Haube eine Hutze vom Capri, entfernte den
Tankdeckel und versteckte diesen unter dem hinteren Nummernschild. Dann
schenkte er dem Kofferraum eine unglaubliche Hifi-Anlage. Die Komponenten
aufzuzählen, würde den Platz sprengen. Schaut doch mal unter www.probev6.de.
Dort könnt ihr jeden Umbau an Daniels Probe-Exemplar noch einmal in Wort
und Bild bewundern.

Text und Fotos: G. Naumann
Typ: Ford Probe 112,5 V6 24V, Bj. 1993
Motor: K&N-Luftfilter, Alu-Domstrebe, polierte und verchromte Motorteile, ca. 170 PS
Räder: Schmidt VN Line, mit Chrom eloxiert VA: 8,5 x 18 Zoll ET20 + 15 mm Spurplatten
mit 225/40 Yokohama HA: 10x18 Zoll ET13 mit 255/35 Yokohama
Fahrwerk: Härteverstellbares Koni-Fahrwerk nachgepresste 35-mm-H&R-Federn
Auspuff: Gruppe-N-Endschalldämpfer mit zwei ovalen Endstücken Rechtslinks-Eigenbau
Spoiler: Frontstoßstange Sinsei (umgebaut)
Interieur: 2-farbige Lederausstattung nachträglich bezogen, US-Mitte armlehne,32iger-
Momo-Lenkrad, Scheibenfolie ringsum, Komplette Hifi-Ausbau HiFi-Garage Delitzsch
Extras: Bremsstaubscheiben vo/hi, Logos, Zierleisten, Waschdüsen, Heckwischer, Antenne
und Türschlösser entfernt, Caprihutze, lange US-Scheinwerferklappen, Tankdeckel
entfernt-jetzt hinterm Kennzeichen, Radläufe vorn 2cm hinten 5cm pro Seite gezogen
Danke: Freundin Jeannette, Schwager Thomas, Michael Klein, Danny Wilhelm,
Kaupa's Autoteile & Tuningcenter Schlaitz, HiFi-Garage Delitzsch
Quelle: Autotuning, Ausgabe: 9/2003, Seite 22ff