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Press lounge - Publications - Woman on top

Für Gina zählen nur die Modelle aus der Münchener Fertigung. Und dann muss es auch immer ein 3er sein. Es mag dem einen oder anderen kurios erscheinen, aber anscheinend kommt man oft um die Farbe blau nicht mehr herum. Immer wieder werden veredelte Fahrzeuge in einem kräftigen Blauton gespritzt. So auch dieser BMW 325i.

Veredelungskur für den Münchener!

Um sich von dem immer größer werdenden Kreis der BMW-3er-Fahrer etwas abzuheben, verschrieb Gina ihrem Münchener eine dezente, aber auffällige Veredelungskur. Aber welches Blau nehmen wir denn? Jazz-blue, lapis-blau, maritim-blau usw. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Gina stand vor genau diesem Problem. Als sie schließlich ihren brocat-roten BMW 1998 gebraucht in Bonn kaufte, entschied sie sich, das Auto in rs-blauperl (Audi) umzulackieren.

Little Viper!

Die beiden silbernen Streifen, die auflackiert sind, kommen zwar von der AC Cobra, sind aber heute als Merkmal der Viper GTS-R bekannt. Aber auch ein BMW dieser Klasse kann sie tragen! Doch nicht nur der Lack am 3er ist sehenswert, auch viele andere Details sollten wir nicht verheimlichen. Einige Änderungen sind auf den ersten Blick zu erkennen. Angefangen hat Gina ihr Werk mit einer Tieferlegung und Brock-Rädern, die allerdings, wie man hier sehen kann, später wieder ausgetauscht wurden. Außerdem baute sie ein Luftfahrwerk ein. Damit wird der 3er per Knopfdruck tiefergelegt. Die daran montierten Felgen von Schmidt tragen die Maße 9x19 und 9,5x19 Zoll und wurden mit 235/35er Bereifung besohlt. Der Hit an den Rädern ist nicht nur die Höchstglanzpolierung der Edelstahlaußenbetten, ebenso stechen die Felgensterne ins Auge. Genau das ist es, was den 3er nicht nur auffällig macht, sondern auch für das richtige Aufsehen sorgt.

Etwas Platz muss schon sein!

Damit die Räder ohne Komplikationen ihre Plätze einnehmen konnten, wurden die Radlaufkanten aus vorhandenem Blech um zirka 40 Millimeter gezogen und gebördelt. Nachdem man die Radläufe in die Breite gezogen hatte, musste der hintere Stoßfänger seitlich ausgestellt werden. Die Kühn Autosport-Frontschürze verleiht dem BMW eine leichte Porsche-Optik. Um der Front den letzten Schliff zu verleihen, montierte Gina Rieger-Schein-werferblenden. Obligatorische M3-Look-Spiegel durften auch hier nicht fehlen. Dazu passend: originale M3-Seitenschweiler, weiße Blinkergläser vorn und rot/weiße Rückleuchten. Die Frontscheibe wurde durch eine mit Blaukeil ausgetauscht und die Heckscheibe mit einer Rieger-Blende versehen. Die kompletten Scheiben, außer der Frontscheibe, hat Gina mit Chromolux-Folie beklebt.

Der Fahrgastraum!

Auch im Inneren des Fahrzeugs räumte Gina kräftig auf. Sie legte Wert auf ein gepflegtes Ambiente. Man nimmt Platz auf Recaro-Sitzen. Teile der Seitenverkleidungen und die Rücksitzbank wurden mit weichem, blauem Leder überzogen. Dazu bekamen Seitenverkleidung und Cockpit eine Umlackierung von Grau auf Schwarz. Ebenso erhielten einige Kunststoffteile der Frontpartie eine Veränderung in Wagenfarbe. Weiterhin glänzt der Fahrgastraum durch eine Alu-pedalerie von Momo, einen Schaltknauf und Handbremshebel aus selbigem Material sowie Türpins. Die Lenkung betätigt die Fahrerin mittels eines 32er Momo-Ledervolants. Die Tachoeinheit wurde in Weiß gehalten. Passend dazu: Chromringe, die sich harmonisch ins Gesamtbild des Innenraumes einfügen. Ein Kenwood-Radio mit CD-Schacht und zusätzlichem 10er Wechsler im Kofferraum sowie Systemboxen und Verstärker bilden die Audioanlage. Für Unterhaltung und angenehmes Reisen ist hier also gesorgt. Natürlich verfügt das Fahrzeug über eine Alarmanlage sowie eine separate Wegfahrsperre.

Fit mit Chip!

Obwohl das serienmäßige Aggregat mit ganzen 192 PS eine gute Basis aufweisen konnte, die Firma SKN sollte dennoch einen Chip einsetzten. Neben einem gesteigerten Drehmoment erreichte die chipseitige Modifikationen am Motor eine Leistungserhöhung auf etwa 200 PS. Außerdem finden wir im Motorraum eine polierte Domstrebe, die nicht nur gut aussieht, besonders die Verwindungssteifigkeit am Vorderbau profitiert von ihrem Einsatz. Die Mucke von außen ertönt durch eine Eisenmann-Vierrohranlage mit jeweils 76 Millimeter messenden Endrohren aus Edelstahl. Gina ist - oder besser gesagt - war mit ihrem BMW ganz weit vorn. Leider mußte er verkauft werden. Dafür steht nun ein touring vor ihrer Tür, der ebenfalls nicht in seinem Serien-zustand verbleiben wird.

 

Quelle: BMW Power, Ausgabe 01/2005, S. 60ff