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Press lounge - Publications - Touring on top!

''Kombis sind praktisch, aber langweilig", lautet ein gängiges Vorurteil. Nicht so der Touring von BMW. Lässt dieser doch in Sachen Sport-Feeling und Fahr-Fun seine Konkurrenten um Längen hinter sich. Noch eine Schippe drauf legen Diana und Thomas Schindler, die ihre Familienkutsche zum reinrassigen Lust-Esel aufbrezelten.

"Wir wollten einfach weg von der Serien-Optik", begründen Diana und Thomas das aufwendige Facelift, mit dem ihr Touring aus der automobilen Masse heraussticht. Allein aufgrund des grellen Conti-Gelb, in das Lackierer Uwe Gomola den BMW hüllte, gibt's am knalligen Kombi kein Vorbeigucken. Nicht minder auffällig ist der Karosserie-Trimm geraten. Allem voran wäre hier die auf den E46-Look umgearbeitete Motorhaube zu nennen. Ebenso eindrucksvoll kommt die Haubenverlängerung, welche den BMW böse aus dem Blech gucken lässt. von Huthmann stammen der Frontbumper und die hintere Anbau-Stoßstange - jeweils im M5-Style. "Die E39-Front- und -Heckschürze dem E36 anzupassen, bedeutete ein ziemliches Stück Arbeit",erinnert sich Thomas.

Luftschlitze bringen Dynamik in den Body
Zum Glück standen ihm gute Freunde sowie die Club-Kollegen vom "1. 3er-BMW-Club Rheinlsch-Bergischer Kreis" tatkräftig zur Seite. "Ein besonderer Dank", betont Thomas, "geht an Thomas Zarska und Dirk Buhre, ohne die unser Auto nicht zum Saisonbeginn fertig geworden wäre." Doch zurück zum Touring. Dessen Dynamik betonen sowohl die seitlichen Lufteinlässe im Frontspoiler als auch die implantierten Z3-"Kiemen". Entlang der Flanken unterstreichen Kerscher-SChwellerleisten im Zusammenspiel mit den vorne je um 20 und hinten je um 30 Millimeter gezogenen Kotflügeln den kraftvollen Charakter. Eine breite Fohen-Blende an der Windschutzscheibe, graue Blinker, schwarze Rücklichter und E30-Begrenzungsleuchten geben dem umfangreichen Body-Modifying den Rest. Die bullig aufgeplusterte Karosserie kombinierte Thomas mit einem spurverbreiterten (vorne 2 x 10, hinten 2 x 25 Millimeter) und um 80/40 Millimeter lieferlegendem Fahrwerk. 18er Schmidt-Felgen und feiste Pirelli-Schluffen (225/35 und 255/30 hinten) füllen die geräumigen Radhäuser fett aus.

Muskulös und massig liegt der Tournig auf der Piste; heiser brabbelt das fette Endrohr(80 x 140 Millimeter) der G-Power-Anlage vor sich hin. Ein entschlossener Tritt aufs Gaspedal, und 193 putzmuntere Rassepferdchen scharren nervös mit den Hufen. Keine Frage: Der Touring liefert tolle Show. Dabei befindet sich der 2,8-Liter-MOtor in absolutem Originalzustand "Irgendwann knöpfen wir uns den Motorraum allerdings auch noch vor", blicken Diana und Thomas vielsagend in die Zukunft.

Abgeschlossen sind derweil die Arbeiten an der Car-HiFi, deren drei Subbwoofer - zwei 30er von Pioneer und ein 38er von Pyle - sich aufreizend im ausgebauten Kofferraum präsentieren. Als i-Tüpfelchen gibt eine in den Zwischenboden eingearbeitete BMW-Niere den Blick auf die darunter verbauten Magnat-Endstuten frei. Von einem Blaupunkt-Tuner angesteuert, lassen es die beiden Amplifier in Verbindung mit den JVC-Boxen ordentlich krachen.

Bis auf das Schaltknauf-Airbrush und die mit zweierlei Folien getönten Scheiben zeigt sich in der Kabine dagegen alles beim alten "Was", fragen Diana und Thomas mit Blick auf die edle Lederausstattung und das sportliche Cockpit, "soll man hier noch besser machen!?"

So gesehen, haben die beiden eigentlich Recht. Gleiches könnte man freilich auch vom Serien-Styling des Touring sagen. Und hier haben Diana und Thomas bereits eindrucksvoll gezeigt wie Gutes dank pliffiger Ideen noch besser wind. Kein Zweifel also, dass sich die beiden BMW-Fans auch beim Interieur noch einiges einfallen lassen werden...

Text: Julian Rendell

Quelle: BMW Scene 2001/1