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Press lounge - Publications - Z1 extrem - ein absoluter Hingucker

Der Z1 ist schon im Serientrim ein absoluter Hingucker, so richtig tief an den Boden geschraubt, ist er ein Publikumsmagnet.

Als 1986 erste Presseberichte mit Fotos des ZI Roadsters auftauchten, glaubten sogar Insider zunächst an eine Studie, die mit Sicherheit niemals Realität werden würde. Zu unkonventionell war die Bauweise mit einem tragendem Stahlblechrahmen und flächigen Kunststoffteilen. Doch im März 1989 wurden tatsächlich die ersten ZI an die Kunden ausgeliefert. Mit 5000 Bestellungen bei Produktionsbeginn versprach der Roadster für BMW ein gutes Geschäft zu werden, doch ein zu großer Anteil der Vertragszeichner waren Spekulanten, die den Markt für den Z1 falsch einschätzten.

8,5 und 9,5x18 Zoll große Schmidt VN-Line-Felgen mit 215/40er bzw. 255/35er Reifen erforderten Nacharbeiten an den Kotflügelinnenseiten
Die Folge war ein Preissturz, der das Image des originellen Sportwagens in Mitleidenschaft zog. Nach nur etwas über zwei Jahren Produktionszeit ließ BMW die Produktion des Zweisitzers einschlafen und überstellte das letzte vom Band rollende Exemplar direkt ins Museum. Mit ein Grund für die verhaltene Nachfrage wird der etwas zu gediegen und unauffällig seine Arbeit verrichtende zweiventilige 2,5 Liter Sechszylinder gewesen sein, der für ein so kompromisslos-spaßorientiertes Auto einfach zu wenig Charakter hatte. Man kann den Fahrern schließlich nur schwer erklären, warum sie sich auf sportliche Art und Weise über die hohen Seitenschweller in die Sitze manövrieren müssen, um dann beim Starten des Motors festzustellen, dass sie in einer komfortablen Limousine ohne "Biss" sitzen.

Ganz besonders viel Schuhlöffelakrobatik soll der Einstieg allerdings bei geschlossenem Verdeck erfordern. Nichts desto trotz oder gerade deswegen hat sich bereits eine Liebhaberszene um das avantgardistische Unikum gebildet.

Ein Fan der besonderen Art ist der Besitzer dieses Z1, dem sein Roadster nicht tief genug sein kann. So ist dies schon der zweite Umbau, für den Spectrum Systems verantwortlich zeichnet. Bei dem ersten Umbau hatten die Jungs von Spectrum nur ein knappes Zentimeterchen Luft im Radhaus gelassen, doch das war dem Eigner bereits zu viel. Die Schmidt VN-Line Felgen an der Vorderachse messen 8,5 x 18 Zoll und stellten schon mit dem "Zentimeter Luft" das Maximum dar, was ohne die Lenkung zu blockieren möglich war. Da nun der Z1 noch tiefer runter musste, schließlich ist der Kunde immer König, war man gezwungen, vorne am Stahlrohrchassis des Roadsters eine Strebe herauszuschneiden und ein Stückchen versetzt wieder einzuschweißen. Zwar fehlten nur einige Millimeter Platz, aber, so Sven Bechstein von Spectrum-Systems, die brauchten wir eben und ein stehendes Vorderrad in der Kurve kann in der Folge wirklich weh tun.

Die Radhäuser, beim Z1 aus Kunststoff, mussten mit Gefühl und einem "Dremel" ein wenig ausgeschnitten werden, um den 215/40er Michelin Reifen genügend Bewegungsfreiraum zu lassen. Das KW inox-line-Fahrwerk der Variante 2 ist mit dieser Tieferlegung ge-windeseitig noch längst nicht am Anschlag, doch eine gewisse "Rest-Bodenfreiheit" muss ja sein. Sonst wird das Auto einfach unfahrbar. Hinten übertragen 9,5 x 18 Zoll VN-Line Felgen die Antriebskräfte des mit einer schärferen Nockenwelle aufgefrischten 2,5 Liter Sechszylinders mit 255/35er Bridgestone Reifen. Die Radhäuser sind so prall gefüllt, dass es beinahe ein wenig schwer fällt, noch an einen Restfederweg zu glauben. Doch der ZI sieht nicht nur verschärft aus, er klingt mit der Eisenmann Edelstahlauspuffanlage mit vier 76 mm Endrohren laut Sven wie ein Rennmotorrad, richtig geil. Griffiges Kurvenfeeling verspricht ein Momo-Sportlenkrad, die einzelnen Rundinstrumente wirken von Haus aus sportlich und heben sich angenehm aus dem Kombiinstrumenten-Einerlei ab.

Quelle: BMW-Tuning Ausgabe 03/2004, S. 44ff