Press lounge - Publications - Der fauchende Drache
Von wegen Drachen gibt es nur im Märchen. Stefan aus Lenne weiß es mit Sicherheit
besser. Er besitzt nämlich seinen ganz persönlichen Drachen. Wenn der Drache
des 20jährigen Zimmermanns auch nicht gerade in einer finsternen Höhle haust,
Jungfrauen verschlingt und Feuer spuckt fauchen kann er aber trotzdem ziemlich
gut.
Vom Zufall beflügelt!
Ursprünglich war das Fabelwesen einmal ein ganz normaler VW Polo 6N mit 1,6-Liter-Motor,
95 Pferdestärken, Baujahr 1995. Und eigentlich war Stefan auch weit davon entfernt
zum Tuningritter geschlagen zu werden, als er seinen Polo im Jahre 1996 käuflich erwarb.
Als treue Gefährten gingen vielmehr fuhren - sie ihre Wege gemeinsam, bis sie eines Tages
zufällig auf einem GTI-Treffen landeten. Schnell fand Stefan Geschmack an der Szene und bald
bastelte er erst in seinem Geiste und dann schließlich auch in der heimischen Garage an seinem Polo.
Stefan krempelte die Arme hoch und damit sein Drachen künftig richtig fauchen konnte,
verbaute er ab Kat eine Gruppe A-Auspuffanlage mit einem ovalen Endrohr von der
Firma Hartmann. Ein K&NSportluftfilter sorgt nun dafür, daß nicht nur kleine
Rauchwölkchen verpuffen, sondern richtig Power hinter den polierten Ventildeckeln sitzt.
Ein Gewindefahrwerk aus dem Hause KW bringt das Chasis des grünen Drachen um einen
satten Sprung näher an die Asphaltoberfläche, wobei der Polo nun sehr empfindlich auf
kleinste Bodenwellen und Aspahltunebenheiten reagiert.
Für den perfekten Kontakt zur Straße montierte Stefan wunderschöne Revolution-Felgen
des Typs TH-Line, vorne in 8x14 ET18 mit 195/45/14er Reifen und hinten in 9x14 ET18
mit 225/40/14. Um die Steifigkeit der Karosserie zu verstärken montierte Stefan eine
Querlenkerstrebe und vorne und hinten jeweils eine Domstrebe.
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| Elegant und tief. Genau so muss es sein. |
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Damit nicht genug!
Einmal am Werk schreckte Stefan auch nicht vor einigen Umbauten an der Karosserie zurück.
So erhielt der fauchende Drachen einen Frontgrill ohne VW-Zeichen mit einer JE-Spoilerlippe
und einer selbstgefertigten´Stoßstange. Für den Abschluß am Heck verbaute Stefan noch einen
Dachkantenspoiler, der für ein wenig Abtrieb auf der Hinterachse sorgt. Im Innenraum seines
in „ dragongreen" lackierten VW Polo 6N ließ Stefan im Anschluß auch keinen Stein mehr auf
dem anderen.
So räumte er erst einmal die komplette Heckbank samt Kofferraumabdeckung aus, denn sein
Drachen sollte fortan als reiner Zweisitzer über die Straßen donnern. Für den perfekten
Halt sorgen fortan zwei Monaco-Halbschalensitze mit elektrischen Schroth 3-Punkt-Gurten.
Für die zusätzliche Sicherheit verbaute Stefan einen polierten Überrollbügel, der im Heck
eine mächtige Musikanlage umschlingt.
Mit feurigem Leder bezogen wurden die Türinnentaschen, wobei die Griffschalen aus Carbon
sind. Die Instrumente wurden dagegen mit weißer Tachofolie unterlegt. Glänzende Aussichten
gibt es ab sofort bei den Alu-Türpins und der Fußraumauskleidung aus Aluminium, wobei der
Fußraum zusätzlich ausgeleuchtet werden kann. Für mächtig Krawall sorgt im ausgebauten
Kofferraum eine Musikanlage, bestehend aus zwei Sony-Endstufen, 2x 30er Magnat-Bassboxen
und einem Maxx-Vorverstärker. Angesteuert wird das Ganze von einem Kennwood-Radio mit
MD-Player, wobei an der Front eine Rockford Frontsystem für die Klangübertragung sorgt,
während die Systemweichen in die Seitentüren eingelassen wurden.
Quelle: GTi plus, Ausgabe 3/2001, Seite 112ff