Press lounge - Publications - Parade Polo!
Was man so alles aus einem gewöhnlichen Brot und Butter
Polo so herausholen kann, ist an für sich ja bekannt.
Dennoch stolpert man ab und zu über Typen, die die Grenzen
des Machbaren weit ausreizen, oder sogar überschreiten.
In diesem Falle ist der 24jährige Gregory aus dem belgischen
Courcelles so ein Grenzgänger. der mit seinem Polo wieder
einmal den belgischen Anspruch auf die gnadenlosesten Umbauten
eindrucksvoll unterstreicht.
Eine Raubkatze!
Die Paradedisziplin von Gregory bei diesem Umbau ist sicherlich
jener der Karosserie. Egal aus welcher Perspektive man diese
Wunderwerk betrachtet, man sieht immer ein Raubtier kurz vorm
Sprung. Das tiefe Ducken über der Straße, in Verbindung
mit den mächtigen Rädern, zeugt zumindest optisch
von purer Kraft. Die fast zu knappe Bodenfreiheit ist einem
KW-Gewindefahrwerk zu verdanken, wodurch die Karosserie um
satte 130 mm runtergeschraubt werden konnte. Und wenn dann
noch Felgen des Formats 10x14 mit 215/40er Bereifung sich
in die Radhäuser quetschen, ist klar, das die Radläufe
eine kleine Aufweitung vertragen. Apropos Felgen: Diese Chromjuwelen
aus dem Hause Schmidt sind die reinste Augenweide und geben
dem Wagen - rein optisch - den nötigen Drive. An der
Front bekommt man gezeigt wie ein sehr, sehr böser Blick
aussieht. Dabei wirkt die ganze Motorhaube wie aus einem Guß,
dafür wurden sogar die Waschwasserdüsen entfernt.
Zusammen mit der selbstgebauten Stoßstange ergibt das
ein Gesicht, dagegen sieht der Belzebub aus wie der nette
Onkel von nebenan. Die schwarzen Blinker und Scheinwerfer
wirken zudem wie eine coole Sonnenbrille! Bei der Betrachtung
der Fahrzeugflanke fallen die fehlenden Seitenblinker und
Türgriffe auf - sie werden aber nicht im geringsten vermißt.
Mit den extravaganten Sportspiegeln ist das Bild dann komplett.
An der Heckklappe mußte der Scheibenwischer das zeitliche
segnen, zudem wurde die Nummernschildaussparung auf eine erträgliches
Format zurechtgestutzt. Und wenn wir schon dabei sind alles
aufzuzählen was der "wie aus einem Guß"
Optik schaden würde und daher gleich entfernt wurde:
Die Antenne ist auch weg. Inwieweit das der Qualtität
des Radioempfangs dienlich war, wissen wir nicht, aber wer
schön sein will muß bekanntlich leiden. Zurück
zum Thema: Bei den Rückleuchten bediente er sich der
roten Exemplare des Polo 5. Ebenfalls sehr trendy und eines
der Highlights des Autos, ist die in die Mitte verlegte Doppelrohr-Auspuffanlage
wie man das z.B. vom Lupe GTI her kennt.
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| Auch die Heckansicht ist eine toller Blickfang. |
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Hoch mit der Haube!
Unter der wunderschönen Motorhaube geht es keinen Deut
unscheinbarer zu Werke. Die Luft strömt durch einen offenen
Luftfilter, über eine verchromte Ansaugbrücke letztlich
in den Motor. Diesem wurde ein polierter Ventildeckel gegönnt,
der die Chose nochmals verfeinert. Zusammen mit der BFR-Auspuffanlage
mobilisiert der Motor muntere 80 PS. Eine mächtige, ebenfalls
polierte Domstrebe rundet das ganze ab.Das Interieur ist -
wie soll man es auch anders erwarten - sehr geschmackvoll
eingerichtet. So lümmelt man sich in sehr bequemen Ledersitzen
und läßt das Auge über die zahlreichen Alu-Zierteile
schweifen. Die Zifferblätter geben sich im betont sportlichem
Weiß die Ehre, während der Fahrer seine Hände
an das mit einem Schnellverschluß versehene Raid-Lenkrad
legt. Dieses kann dann mit einem kurzen Handgriff abgenommen
werden - toll für die Show und ein Diebstahl wird damit
auch nicht leichter! Statt pflegebedürftiger Teppiche
ist Riffelblech im Fußraum angesagt, optisch optimal
von den Alupedalen und der Alu-Fußstütze ergänzt.
Ich weiß zwar nicht wie es Euch geht, aber nach ausgiebiger
Betrachtung dieses Schmuckstücks sollte man Gregory vielleicht
zum Wechsel in die Tunerbranche raten, um dort seine Talente
voll zu entfalten! Noch ist er Schreiner...
Quelle: GTI plus 2001/5