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Press lounge - Publications - Erfrischung gefällig?

Die Geschichte von Sascha, einem 28-jährigen Kfz-Mechaniker aus Witten, schien uns so interessant, dass wir sie den Lesern von GTi plus nicht vorenthalten wollten. Da er durch seinen Beruf ständig mit Autos zu tun hatte, war es nicht verwunderlich, dass er sehr "sein" Auto gefunden hatte: Einen Opel Kadett E GSI 16V, "geboren" 1988. Mit der Motorleistung, immerhin satte 110 kW / 150 PS aus 2,0 l Hubraum, war Sascha zufrieden, deswegen brauchte er hier auch nicht Hand anzulegen. Vielmehr lag ihm daran, ein äußerlich unverwechselbares Fahrzeug auf die Straße zu bringen. Dies ist - wie man unschwer sehen kann - in glänzender Weise gelungen.

Begonnen hatte Sascha damit, aus dem Kadett einen Zweisitzer zu machen. Hierfür mussten die serienmäßigen Sitze weichen. Stattdessen wurden zwei Recaros (SPG) in Kombination mit knallroten Sabelträgergurten eingebaut. Ein OMP-Käfig kam als nächstes an die Reihe, der Sicherheit wegen. Dem Armaturenbrett wurde eine granitgraue Lackierung verpasst, bevor ein 32er Momo-Lenkrad seine Bestimmung übernahm. Für die musikalische Untermalung sorgte ein Kenwood Radio mit CD-Wechsler, eine MagnatEndstufe, ein 30er Infinity-Bass in selbstgebauter Basskiste und ein MB Quart 3-Wege-System. Im Kofferraum fanden vier kleine Halogenleuchten ihren Platz, ansonsten wurde hier alles mit Akkustikfilz ausgeschlagen. Das äußere Erscheinungsbild des Kadetts brauchte nach Sascha's Frischzelltherapie keinen Vergleich scheuen. Schließlich hatte er schwarze Rückleuchten, eine Haube mit dem sogenannten bösen Blick, eine Frontspoilerlippe und einen Gruppe N-Auspuff aus dem Hause Supersprint angeschraubt.

Polierte Schmidt-Felgen in 14-Zoll passen perfekt!
Womit wir bei den Rädern wären. Bezüglich der Felgen fiel die Wahl auf Revolution TH-Line in der Größe 8 bzw. 9x14 Zoll, jeweils ET18, die Bereifung sollte mit 195/45 vorne bzw. 215/40 hinten recht imposant ausfallen: Das Fahrwerk, Formel K mit gelben Konis, senkte den Kadett vorne um achtzig, hinten um sechzig Millimeter ab. Es folgten noch einige kosmetische Korrekturen! Eine Leistungssteigerung war wie gesagt nicht Saschas Absieht. Das hinderte ihn aber nicht daran, das Wohnzimmer des Motors mit Chrom ohne Ende zu übersähen und eine Wiechers Domstrebe zu verbauen. Zu guter Letzt wurden noch die Tür- und Seitenverkleidungen in mühevoller Kleinarbeit mit Kunstleder bezogen und eine Opel-Alarmanlage mit Wegfahrsperre, elektrische Außenspiegel, ein Bordcomputer sowie ein Check-ControlSystem installiert.

Der Clou im vorliegenden Fall war allerdings ohne jeden Zweifel die Lackierung, die Sascha selbst "Sprite" getauft hatte. Die ausgewogene Kombination von Grün und Blau findet sich übrigens auch im Motorraum wieder. Selbst der Unterboden kann zweifarbig bewundert werden. Mit dem "Namen" am Heck und dem rundum perlenden "Sauerstoff" ist dieser Kadett wahrlich unverwechselbar. Als i-Tüpfelchen erwähnt werden sollte noch die Tatsache, dass dieses Auto - mit Ausnahme der seitlichen Beschriftung - als originalgetreues Modell existiert. Fragt sich nur; ob da zuerst der große Kadett mit all seinen Umbaumaßnahmen oder aber das vergleichsweise kleine Modell war. Wer beim Anblick derartiger "Erfrischungen" keinen Durst bekommt, dem ist vermutlich nicht mehr zu helfen. Sascha jedenfalls ist mit dem Gesamtergebnis mehr als zufrieden und er brütet schon über neuen Plänen...

Quelle: GTIplus 4/2000, Seite 90ff